[Rezension] Die Frau des Zeitreisenden

die Frau des ZeitreisendenIch habe mit der Rory-Lesechallenge angefangen. Und es macht so viel Spaß! Ich liebe Listen. Ich mag Einkaufszettel und To-do-Listen und Uni-Erledigungslisten und Geburtstagslisten und Listen, mit Orten, an die ich einmal reisen möchte. Außerdem haben Listen diese eigentümliche Eigenschaft, Kontrolle und Organisation zu versprechen, was mir gerade gefällt. Kurzum, Listen sind etwas sehr schönes, die Rory-Gilmore-Leseliste ist da keine Ausnahme. Und ich habe endlich so richtig angefangen und zwar mit einem wunderbaren Büchereibuch

Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffeneger

Clare liebt Henry, Henry liebt Clare. Eine normale Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und einem HappyEnd? Normal ist hier nichts, denn Clare kennt Henry schon seit ihrem sechsten Lebensjahr und wusste schon immer, dass dieser Mann zu ihr gehört- obwohl er am kaum erforschten „Chrono-Syndrom“ leidet. Der seltene Gen-Defekt lässt Menschen aus der Zeit fallen. Die Sprünge oder Schübe treten besonders in Stressphasen auf und sorgen dafür, dass die Betroffenen orientierungslos zurück in ihre Kindheit fallen und ihrem jüngeren Ich begegnen oder eben weit in die Zukunft blicken können und einer alternden Variante ihrer Selbst gegenüberstehen. Doch wie funktioniert eine solche Beziehung, wenn der Liebste immer wieder verschwindet? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber auf den ersten Seiten war mir das Konzept der Zeitsprünge nicht immer ganz klar, vor allen Dingen verwirrte es mich, dass immer angegeben war, wie alt Clare und Henry sind. Vermutlich damit die Leser spätere Ereignisse besser sortieren können. Dabei wechselt die Erzählperspektive abwechselnd zwischen Henry und Clare, die mit den unberechenbaren Zeitsprüngen klar kommen müssen. Innerhalb der erzählten Episoden dramatisieren sich die Ereignisse und im letzten Teil des Buches war ich absolut gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Und dann brauchte ich vor lauter Emotionsexplosion eine Packung Taschentücher (na ja, keine ganze – aber ein kleines Tränchen ist geflossen). Dabei habe ich auch darüber nachgedacht, wie bescheuert Clare doch ist. Aber irgendwie ist es auch wunderschön und verquer romantisch. Denn was kann sie denn tun, als auf ihn zu warten? Sie liebt ihn doch.

Fazit: Nachdem ich mich an den Plot gewöhnt hatte, war ich absolut hingerissen von Audrey Niffeneggers herzergreifender Science-Fiction-Liebesgeschichte, in der auf unkonventionelle Weise das „aufeinander Warten“ thematisiert wird. Große Liebeslektüre. Hach, ich brauch‘ ein Taschentuch.

Niffenegger, Audrey: Die Frau des Zeitreisenden.

Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit.

Frankfurt: S. Fischer (2008). 544 Seiten.

ISBN-10: 3596510678 ISBN-13: 978-3596510672

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Autor: the lost art of keeping secrets

29. Hat mal was mit Literatur- und Kulturwissenschaft studiert. Verliebt.Verlobt. Verheiratet.

1 Kommentar zu „[Rezension] Die Frau des Zeitreisenden“

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