Gemeinsam Lesen #51

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Eine tolle Aktion von Asaviel, bei der ich gerne mitmache. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Der blaue Engel von Heinrich Mann und bin auf Seite 114.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Dann war der Alte eben doch ihr Genre nicht.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Wenn ich den Roman gelesen habe, möchte ich gerne den Film mit Marlene Dietrich sehen und eigentlich gefällt mir Heinrich Mann so als Mensch ja sehr viel besser als sein Bruder, aber ich weiß gerade noch nicht, ob mir auch seine Romane besser gefallen. ;)

4. Was stört dich aktuell am meisten an deinem Buch?

Alle Figuren erscheinen mir sehr karrikaturhaft, obwohl ich gerade auch Unrats verletzliche Seite entdecke, ist schon auffällig, dass er einfach der despotische, dikatorische Lehrer ist, der mit Vorliebe Schüler schikaniert. Dabei muss ich komischerweise an die Feuerzangenbowle denken und das sorgt dafür, dass ich für die tragische Situation des armen Professors wenig Verständnis aufbringen kann.

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Autor: the lost art of keeping secrets

29. Hat einen M.A. in Literatur- und Kulturwissenschaft. Verliebt.Verlobt. Verheiratet.

2 Kommentare zu „Gemeinsam Lesen #51“

  1. Hm, ich glaube, die alten Schmöker können mich leider nicht fesseln. Gibt nur selten ein Buch, das mir richtig gut gefällt. Die meisten sind mir zu zäh und umständlich geschrieben … ist das hier auch so?

    LG Aleshanee

    1. Hallo Aleshanee,

      also zäh finde ich den Heinrich Mann nicht. Der Roman ist 1905 erschienen, das merkt man natürlich. Andererseits aber eben auch schon 1905, d.h. fast alle Begriffe und Wörter sind bekannt, die Mann hier verwendet. Aber die Sprache ist leicht zu verstehen und macht Spaß. „Umständlich“ geschrieben (was heißt das überhaupt? ;) ) finde ich den Roman nicht. Damit du dir ungefähr ein Bild machen kannst, hier zwei Beispiele:

      „Hierbei schwoll Unrats Stimme unterirdisch an. „Sie sind nicht würdig, an der erhabenen Jungfrauengestalt, zu der wir jetzt übergehen, Ihre geistlose Feder zu wetzen.“ (S.3)

      „So, von Etzum“, versetzte Unrat. „Nun räumen auch Sie – immer mal wieder – das Feld. Und weil Sie sich erdreistet haben, in Anwesenheit des Lehrers eine Prügelei vom Zaun zu brechen, schreiben Sie die Gesangbuchverse, die Sie nicht gekonnt haben, sechsmal ab.“ Ertzum blieb stehen, ernüchtert, belastet mit der Erkenntnis, daß die soeben genossene Muskelfreude nur Selbsttäuschung gewesen sei, daß sein Sieg über den Athleten ihm nichts genützt habe, daß hier nur ein Sieger sei: Unrat, und sah schreckensvoll in das gleichgültige Gesicht der Künstlerin Fröhlich.“ (S.92)

      Was ich allerdings wirklich nicht verstehe, dass sind diese winzigen Stellen, die auf Platt geschrieben sind. Da musste ich manchmal etwas rätseln, was es heißen soll. ;)

      glg, eva

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