[Leserückblick] Juli

Jetzt ist Sommer! Der Juli war toll und wunderschön, aber ging viel zu schnell vorbei…. Ich habe sieben Bücher gelesen, davon aber nur zwei von meinem SuB, der Rest war von Freunden geliehen oder aus der Bücherei. Für die Rory-Gilmore-Leseliste habe ich Hundert Jahre Einsamkeit gelesen: ein Familienepos der Extraklasse und voll von magischem Realismus. Da fliegen halt schon einmal Teppiche durch das Dorf. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Was mir nicht so gut gefallen hat, dass irgendwann alle dieselben Namen hatten… Zwei Generationen weiter und wieder heißen alle gleich. Das verwirrt nicht nur, sondern scheint auch das ewige Unglück der Familie heraufzubeschwören. Gut, dass am Ende alles durch eine Naturkatastrophe platt gemacht wird – dann geht dieser ewige Kreis (König der Löwen, anyone?) auch nicht mehr weiter.

Die Karte meiner Träume und Kamtschatka habe ich diesen Monat rezensiert und alle Romane sind uneingeschränkt empfehlenswert.

Der Dieb und die Tänzerin ist ein wunderschöner Roman, in dem sich eine junge Ballerina in einen Dieb verliebt und gleichzeitig ein Riesencoup geplant wird und das Tanzen nur dazu dient, die finsteren Verbrechen zu kaschieren. Schön geschrieben, aber für mich ein etwas zu trauriges Ende.

Der Fürst des Parnass ist ein kurzes Novellenglück von Zafón, das mir sehr gefallen hat und sogar noch den großen Cervantes mit ins Boot holt.

Es waren diesen Monat also sehr viele lateinamerikanischen Autoren, Gabriel José García Márquez  aus Argentinien und Antonio Skármeta aus Chile. Carlos Ruiz Zafón ist Spanier. Da fällt mein letztes Buch allein schon geographisch etwas raus.

Ich verfluche den Fluss der Zeit ist ein Roman des Norwegers Per Petterson. In vielen Rückblenden wird das schwierige Verhältnis eines jungen Mannes zu seiner Mutter geschildert. Ich glaube, dass es einfach nicht die richtige Jahreszeit für dieses Buch war. Eisfischen, bollernde Heizungen – definitiv ein Winterbuch. Und irgendwie der falsche Zeitpunkt es zu lesen. Das passiert manchmal und ist sehr schade – ich werde Petterson aber noch eine Chance geben. Sein Erzählstil hat mir nämlich gefallen.

Alles außer Bücher…

gefeiert: die Hochzeit einer Freundin – und es war sooo schön (ich werde noch zum Hochzeitsjunkie – aber nur als Besucherin ;))/ geärgert: über so viel Arbeit und kaum konstruktives Feedback/ gegessen: eine Trilogie der Himbeere – ja, genau! Ein Gedicht! / geschafft: es lebe die Interdisziplinarität – endlich sind meine Scheine anerkannt worden. Super!/ gedacht: ich will ans Meer – aber das heißt doch nicht, dass unser Keller voll laufen muss, nein, das gehört auch gar nicht zusammen – aber: ein Hoch auf die vielen fleißigen Nachbarn! Und jetzt echt: wer hat denn sowas wie eine Elementarschadenversicherung? Hm? /zum Glück: ist bei diesem Jahrhundertregen niemand im Haus verletzt worden (und es war eben nicht wie bei Hundert Jahre Einsamkeit – aber nah dran…), wenn ich überlege, dass in einem Stadtteil jemand in seinem Keller ertrunken ist…/  gehört: Kate Nash, Lilly Allen/gesehen: Lost Staffel 2 und den Anfang der dritten Staffel, Game of Thrones, True Blood <3/ vorgenommen: am Lesesommer von Lovelybooks teilzunehmen / genossen: Zeit zu Hause bei meinen Eltern / Endspurt: meine letzte Hausarbeit ist zur Hälfte fertig und dann nur noch die Masterarbeit. Verrückt.

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Autor: the lost art of keeping secrets

29. Hat mal was mit Literatur- und Kulturwissenschaft studiert. Verliebt.Verlobt. Verheiratet.

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