[Sonntagsjazz] Marie Ninja – Poetry

Hip-Hop? Poetisch? Geht das denn? Wer hier an Gangsterrap denkt, ist auf dem Holzweg. Der Titel Poetry : How does it feel now von der in Köln lebenden Rapperin Akua Naru ist ein Gedicht. Nicht umsonst bezeichnet laut.de die Künstlerin als „Rap-Poetin“:

My, I wanna drink the sweat of your intellect,
reflect, and watch your light passion walk my neck.
Caress the sights of your presence with no question,
undress to the nakedness of love, pure love.

Poetry ist sanfter Conscious-Rap.Poetisch ist hier nicht nur die kunstvoll gestaltete Sprache, die Tänzerin Marie Mwiza Ndutiye lässt das Lied zusätzlich zu einem sinnlichen Erlebnis werden – und jede Bewegung sieht so leicht aus. *-* Bilder aus dieser wunderschönen Choreografie sind auch das ein oder andere Mal bei tumblr zu finden und so bin ich auch auf die Tänzerin, die unter dem Künstlernamen Marie Ninja auch in anderen Tanzvideos auf YouTube zu finden ist, aufmerksam geworden. Der französische Choreograf und Tänzer Yanis Marshall, der auch gerne in High-Heels unterwegs ist und bei Britain’s got Talent im Finale am Start war *klick*, hat diese getanzte Poesie entwickelt.

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag. :)

[Sonntagsjazz] Istanbul (not Constantinople) – Bunheads

Die Serie Bunheads klingt nach einem Traum für Tanzfans, wie bereits der Titel nahelegt. Das Urban Dictionary definiert den Begriff als Bezeichnung für Balletttänzerinnen, „either affectionately or used to imply a degree of snobbery“. Im Mittelpunkt der Handlung steht die ehemalige Las-Vegas-Showgröße Michelle Simms, die spontan ihren Verehrer Hubbel heiratet und mit ihm gemeinsam nach Paradise zieht, um eine Tanzschule zu leiten. Daher wohl auch die Titeländerung in der deutschen Version: New in Paradise lief letztes Jahr auf dem Disney Channel. Obwohl Kelly Bishop, die Fans aus der Serie Gilmore Girls als anstrengende und gleichzeitig manchmal liebenswürdige Emily Gilmore kennen, Teil des Casts war, schaffte die Serie gerade einmal eine Staffel. Die paradiesische Idee stammt von Amy Sherman-Palladino (Autorin für Roseanne, Produzentin/Regisseurin/Autorin der Gilmore Girls), doch das hat leider auch nichts genützt. Tanzen können die Mädels trotzdem. Der Tanz aus Folge 6 gefiel mir besonders gut. Hat vielleicht jemand die ganze Serie verfolgt? Hat es sich gelohnt? Oder zu viel Weichzeichner und Pastellfarben? Istanbul, nicht Konstantinopel sieht auf jeden Fall toll aus. Auch ohne Dutt.

Einen schönen Sonntag! :)

[Sonntagsjazz] Quang đăng & Hoàng Yến – Just give me a reason

Just give me a reason“ wird von Pink und Nate Ruess, dem Lead-Sänger von fun. gesungen und erschien auf Pinks sechstem Album The Truth about Love (2012). Ich mag den Titel, auch wenn im Billboard-Magazin da etwas andere Töne anklingen. Fehlende Harmonie wird bemängelt und gleichzeitig Föhnwellenflair in Kombination mit Harry und Sally aufgerufen:

„Although it’s a little jarring to hear Pink’s raw, live vocals paired with Ruess‘ Auto-Tune, it’s ultimately a less-schmaltzy version of those male/female duets found at the end credits of every 80s movie.“

(http://www.billboard.com/articles/review/1066850/pink-the-truth-about-love-track-by-track-review)

Und wenn ich schon bei Harry und Sally bin, werfe ich nochmal schnell den berühmten Satz „I’ll have, what she’s having“ ein, der übrigens auf Platz 33 der besten Filmzitate US-amerikanischer Filme aller Zeiten (wer denkt sich eigentlich solche Rankings aus?) gelandet ist. Die Choreografie zu Pinks 80er Jahre Filmmusik (really? No way!) ist von Quang đăng, der auch in der dritten Staffel der vietnamesischen Variante von So You Think You Can Dance auftrat. Seine Tanzpartnerin ist Hoàng Yến und mehr konnte ich leider nicht herausfinden, dazu kann ich leider zu wenig Vietnamesisch oder auch einfach kein Vietnamesisch und auch die Google – Übersetzung war keine große Hilfe. Vielleicht wisst ihr da mehr? Hat er am Ende die dritte Staffel gewonnen? Und was ist eigentlich euer liebstes Filmzitat?

Zusammen tanzen die beiden einfach wunderschön und ein Blick auf ihren YouTube – Kanal lohnt sich. Habt einen entspannten Sonntag! :)

[Sonntagsjazz] Artem Volosov – Near Light

Warum ich gerade diese Choreo ausgewählt habe? Erstens, weil sie wunderschön ist. Zweitens, weil ich zu dem Stück von Olafur Arnalds auch schon einmal getanzt habe (aber bestimmt nicht so schön ;)) und drittens, weil ich finde, dass Artem Volosov einfach toll tanzt. Das Studio Myway aus Kiew lädt regelmäßig wunderschöne Choreografien auf YouTube hoch, ein Blick auf ihren YouTube-Kanal lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Near Light wurde 2014 hochgeladen. Die Choreografie ist von Artem Volosov, der neben Katja Serzhenko und Sophia Gah selbst ebenfalls tanzt. Viel Spaß und einen schönen Sonntag! :)

Blogger schenken Lesefreude – Gewinner_innen

Es haben sich so viele schlaue Menschen auf diesem Blog verirrt und das freut mich sehr. Thomas Mann bekam den Nobelpreis 1929 und das wusstet ihr alle!! ;) Jetzt zu den spannenderen Fragen. Das atmosphärische Rauschen hat entschieden …. Trommelwirbel!

 Der Tod in Venedig wandert zu rene.

Himmel und Hölle macht hoffentlich germanabendbrot sehr glücklich.

Ich habe euch bereits per E-Mail benachrichtigt und wenn ich eure Adressen habe, können die Bücher auf die Reise gehen.

Einen schönen Abend, eva

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[Sonntagsjazz] Beyond Words – Twilight

Keine Sorge, um Vampire oder Glitzeredward geht es nicht. Aber um wunderliche Tierchen. Da ich euch letzte Woche schon Kate Jablonski vorgestellt habe, mache ich direkt mit einer wunderschönen Choreografie von ihr weiter. Twilight wurde 2009 auf YouTube veröffentlicht und wurde im selben Jahr mit dem Gold Award auf dem Jazz Dance World Congress ausgezeichnet. Die Musik ist von Devotchka und die Tänzer_innen sind toll und ich muss sofort an geheimnisvolle Vogelfabelwesen denken, die in einem Reigen vorgestellt werden.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. :)

 

[Sonntagsjazz] Beyond Words – Falling

Eine meiner Lieblingschoreograf_innen  auf ist sicherlich Kate Jablonski. Seit 2007 lädt die Amerikanerin Videos ihrer Tanzschüler_innen bei YouTube hoch und erreichte so ein riesiges Publikum. Kate, die ihre eigene Tanzausbildung am Broadway in New York absolvierte,  hat die Company Beyond Words gegründet und ist auch für die kreative Ausrichtung der Gruppe verantwortlich. Nach Choreografenjobs in Italien, der Schweiz, Kanada und in Holland und der Auszeichnung mit dem Leo’s Award 2009, gründete sie 2011 auch noch ein eigenes Tanzstudio und wurde 2013 Dance Chicago’s Choreographer of the Year. Man sieht, die Frau kann’s halt. Außerdem ist ihre Songauswahl beeindruckend, mit absoluter Sicherheit wählt Kate eines meiner Lieblingslieder. Fun, Laura Marling und Florence and the Machine gehören regelmäßig dazu. Eine meiner Lieblingschoreografien ist sicherlich Falling von Beyond Words  (2012).

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag. :)

[Gefunden] Take me to Church – Sergei Polunin

Vielleicht richte ich hier bald eine neue Kategorie ein und nenne sie Jazz am Sonntag oder auch Ballett am Sonntag. Die Choreografie von Jade Hale-Christofi hat mich sofort begeistert. Sergei Polunin wurde 2007 mit dem Young British DanceAward ausgezeichnet und war  mit gerade einmal 19  Jahren der jüngste Solist, der jemals im Londoner Royal Ballett getanzt hat. Momentan tanzt er am Theater in Novosibirsk  und in Moskau. Und wow, seine Sprünge! *_*

[Gefunden] Wild Youth – Modern Dance

Heute noch kein Monatsrückblick und noch keine Rezension zur Uhrwerk Orange, aber vielleicht morgen? Bis dahin ein bisschen Modern Dance am Sonntag. Eine wundervolle Choreografie zu einem tollen Lied von Daughter. Anschauen und genießen. Einen schönen Abend :)

[Leserückblick] Oktober

Es ist nicht die Zeit, die wir nicht haben, sondern die Zeit, die wir nicht nutzen. Wenn Seneca mal Seminare in Zeit-Management geben würde, würden wahrscheinlich alle Teilnehmer_innen gequält aufstöhnen. Zeit ist ein hohes Gut und ich bin das weiße Kaninchen aus der Disney – Version von Alice und rufe laut und hüpfend: „Keine Zeit, keine Zeit!“ Das merke ich auch, wenn es um mein liebstes Hobby Lesen geht: diesen Monat habe ich drei Romane geschafft. Marina von Zafón, Länger als sonst ist nicht für immer und den verstörenden, aber schlau geschriebenen Kurzroman Die Insel der letzten Wahrheit von Company. Rezensionen zu schreiben ist im Moment gar nicht so leicht – ich befinde mich nämlich gedanklich gerade ganz weit weg. Nicht auf der Insel der letzten Wahrheit, aber doch auf einer Insel. Ich bin da kein Robinson, sondern ich bewundere die Kunst und ihre Verwertbarkeit und wundere mich über die Liebe zwischen Zentauren und Menschen. „Einmal lebt‘ ich wie die Götter!“ – aber nicht diesen Monat, da lebe ich eher am Rande des Wahnsinns oder eben am Rande der Gelehrtenrepublik und mein Kunstprojekt heißt „Masterarbeit“ und „Abschluss 2015“ und macht auch ein bisschen Angst, aber auch ganz viel Spaß. Eine Herausforderung ist dieses Projekt auf jeden Fall. Wenn hier jemand liest – drückt mir doch einfach ein bisschen die Daumen, das freut mich und ist wie ein virtuelles Schokobon oder was ihr so gerne esst.

Wenn ich mich gerade nicht mit wildem Zentauren-Menschen-Sex beschäftige, habe ich The Walking Dead für mich entdeckt und Orange is the new Black ist eine Serie, die mich auch noch sehr interessiert. Der Liebste zieht in ein anderes Bundesland – alles gar nicht so einfach, nämlich in den Norden (bitte mit „Willkommen bei den Scht’is“ – Stimme lesen). Ansonsten war ich diesen Monat einfach nur in der Bib und in der Bib und wieder in der Bib. Aber im November – da will ich die Harry Potter – Ausstellung in Köln sehen! Alraunen ernten, einen magischen Hut aufsetzen und Quidditch spielen, was mein inneres Fangirl halt so möchte. :D Ach so und Zentauren gibt es bei Harry  natürlich auch (die wahrscheinlich mit Pfeil und Bogen hüpfend „Keine Zeit“ rufen, obwohl – sind Zentauren. Die sind tiefenentspannt…). Seid ihr auch in Köln?

Zentauren bei Harry und vielleicht sehen die bei Arno ja auch so aus