[Sonntagsjazz] Quang đăng & Hoàng Yến – Just give me a reason

Just give me a reason“ wird von Pink und Nate Ruess, dem Lead-Sänger von fun. gesungen und erschien auf Pinks sechstem Album The Truth about Love (2012). Ich mag den Titel, auch wenn im Billboard-Magazin da etwas andere Töne anklingen. Fehlende Harmonie wird bemängelt und gleichzeitig Föhnwellenflair in Kombination mit Harry und Sally aufgerufen:

„Although it’s a little jarring to hear Pink’s raw, live vocals paired with Ruess‘ Auto-Tune, it’s ultimately a less-schmaltzy version of those male/female duets found at the end credits of every 80s movie.“

(http://www.billboard.com/articles/review/1066850/pink-the-truth-about-love-track-by-track-review)

Und wenn ich schon bei Harry und Sally bin, werfe ich nochmal schnell den berühmten Satz „I’ll have, what she’s having“ ein, der übrigens auf Platz 33 der besten Filmzitate US-amerikanischer Filme aller Zeiten (wer denkt sich eigentlich solche Rankings aus?) gelandet ist. Die Choreografie zu Pinks 80er Jahre Filmmusik (really? No way!) ist von Quang đăng, der auch in der dritten Staffel der vietnamesischen Variante von So You Think You Can Dance auftrat. Seine Tanzpartnerin ist Hoàng Yến und mehr konnte ich leider nicht herausfinden, dazu kann ich leider zu wenig Vietnamesisch oder auch einfach kein Vietnamesisch und auch die Google – Übersetzung war keine große Hilfe. Vielleicht wisst ihr da mehr? Hat er am Ende die dritte Staffel gewonnen? Und was ist eigentlich euer liebstes Filmzitat?

Zusammen tanzen die beiden einfach wunderschön und ein Blick auf ihren YouTube – Kanal lohnt sich. Habt einen entspannten Sonntag! :)

[Sonntagsjazz] Artem Volosov – Near Light

Warum ich gerade diese Choreo ausgewählt habe? Erstens, weil sie wunderschön ist. Zweitens, weil ich zu dem Stück von Olafur Arnalds auch schon einmal getanzt habe (aber bestimmt nicht so schön ;)) und drittens, weil ich finde, dass Artem Volosov einfach toll tanzt. Das Studio Myway aus Kiew lädt regelmäßig wunderschöne Choreografien auf YouTube hoch, ein Blick auf ihren YouTube-Kanal lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Near Light wurde 2014 hochgeladen. Die Choreografie ist von Artem Volosov, der neben Katja Serzhenko und Sophia Gah selbst ebenfalls tanzt. Viel Spaß und einen schönen Sonntag! :)

[Sonntagsjazz] Beyond Words – Twilight

Keine Sorge, um Vampire oder Glitzeredward geht es nicht. Aber um wunderliche Tierchen. Da ich euch letzte Woche schon Kate Jablonski vorgestellt habe, mache ich direkt mit einer wunderschönen Choreografie von ihr weiter. Twilight wurde 2009 auf YouTube veröffentlicht und wurde im selben Jahr mit dem Gold Award auf dem Jazz Dance World Congress ausgezeichnet. Die Musik ist von Devotchka und die Tänzer_innen sind toll und ich muss sofort an geheimnisvolle Vogelfabelwesen denken, die in einem Reigen vorgestellt werden.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. :)

 

[Sonntagsjazz] Beyond Words – Falling

Eine meiner Lieblingschoreograf_innen  auf ist sicherlich Kate Jablonski. Seit 2007 lädt die Amerikanerin Videos ihrer Tanzschüler_innen bei YouTube hoch und erreichte so ein riesiges Publikum. Kate, die ihre eigene Tanzausbildung am Broadway in New York absolvierte,  hat die Company Beyond Words gegründet und ist auch für die kreative Ausrichtung der Gruppe verantwortlich. Nach Choreografenjobs in Italien, der Schweiz, Kanada und in Holland und der Auszeichnung mit dem Leo’s Award 2009, gründete sie 2011 auch noch ein eigenes Tanzstudio und wurde 2013 Dance Chicago’s Choreographer of the Year. Man sieht, die Frau kann’s halt. Außerdem ist ihre Songauswahl beeindruckend, mit absoluter Sicherheit wählt Kate eines meiner Lieblingslieder. Fun, Laura Marling und Florence and the Machine gehören regelmäßig dazu. Eine meiner Lieblingschoreografien ist sicherlich Falling von Beyond Words  (2012).

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag. :)

[Gefunden] Take me to Church – Sergei Polunin

Vielleicht richte ich hier bald eine neue Kategorie ein und nenne sie Jazz am Sonntag oder auch Ballett am Sonntag. Die Choreografie von Jade Hale-Christofi hat mich sofort begeistert. Sergei Polunin wurde 2007 mit dem Young British DanceAward ausgezeichnet und war  mit gerade einmal 19  Jahren der jüngste Solist, der jemals im Londoner Royal Ballett getanzt hat. Momentan tanzt er am Theater in Novosibirsk  und in Moskau. Und wow, seine Sprünge! *_*

[Gefunden] Wild Youth – Modern Dance

Heute noch kein Monatsrückblick und noch keine Rezension zur Uhrwerk Orange, aber vielleicht morgen? Bis dahin ein bisschen Modern Dance am Sonntag. Eine wundervolle Choreografie zu einem tollen Lied von Daughter. Anschauen und genießen. Einen schönen Abend :)

[Konsumfasten 2014] Ein Rückblick

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Konsumfasten? Was ist das denn? Vor einiger Zeit hatte ich über die Aktion zweier Bloggerinnen berichtet, die sich für die Fastenzeit vorgenommen hatten, auf Konsumgüter unterschiedlichster Art zu verzichten. Irgendwie traf die Aktion einen Nerv bei mir. Es scheint fast zur Diskussion in den Buchblogs dazuzugehören: Wie groß darf ein SUB sein? SUB-Abbau-Aktionen. Hilfe, mein SUB wächst. Und immer wieder wird das Hamstern von Büchern thematisiert. Mal mit einem Achsel zucken, so als gehöre ein größer werdender SUB eben dazu. Mal mit einem dezenten Hinweis auf die Stapel anderer Menschen, die zum Teil schon die 200er Marke geknackt haben. Und irgendwie hört es da bei mir auf. So viele ungelesene Bücher möchte ich nicht anhäufen und nicht jedes Buch muss ich besitzen. Wenn es mir gefällt und ich begeistert bin, dann will ich das Buch auch haben. Sonst nicht. Und es ist schade, wenn Schätze auf dem SUB versauern und ich noch nicht einmal weiß, dass ich sie besitze. Mein Aha-Erlebnis war immer noch der Roman Die Vermessung der Welt, der wahrscheinlich mehr als drei Jahre in meinem Bücherregal herumschlummerte. Ich habe deshalb diese Aktion zum Anlass genommen, mein eigenes Konsumverhalten (das tatsächlich nur bei Büchern so exzessiv ist) unter die Lupe zu nehmen, einfach mal genauer hinzusehen. Und ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich nicht mehr so fixiert auf Bücher bin. Ich bin sehr viel bewusster durch die Buchläden gegangen und habe mich jedes Mal gefragt, ob ich den Roman jetzt wirklich, unbedingt jetzt, brauche. Und in den seltensten Fällen habe ich ein Buch mitgenommen. Allerdings hat es nicht nur positive Erfolgserlebnisse gegeben.

Zwei Mal bin ich schwach geworden. Einmal, als ich in einem Second-Hand-Laden Hemingways Wem die Stunde schlägt für 2 Euro gefunden habe, in derselben Ausgabe, in der ich auch schon Fiesta habe. In meinem Kopf klingelte es sanft und immer lauter werdend „Rory-Gilmore“, „Rory-Gilmore-Leseliste“, „RORY-GILMORE-Leseliste!!!“ und gleichzeitig dachte ich nur, dass es farblich so wunderbar zu Fiesta passt und beide bestimmt toll nebeneinander im Regal aussehen. Tja – und dann hatte ich den Roman auch schon eingekauft. Das andere Mal, als es in der Stadtbücherei einen Flohmarkt gab. Wirklich toll aussehende Bücher, die fast ungelesen wirkten, wurden für 2 Euro das Kilo verkauft. Und dann habe ich mich mit zwei Graphic Novels eingedeckt, die in jedem Fall so viel mehr Geld gekostet hätten, wenn ich sie zum Verkaufspreis hätte mitnehmen müssen. Deswegen sind jetzt die Graphic Novels Das Leben der Anne Frank von Sid Jacobson und Ernie Colón, sowie Die Sicht der Dinge von Jiro Taniguchi bei mir eingezogen. Trotz Fasten.

Bin ich jetzt also gescheitert? Vielleicht ein bisschen, zumindest an meinen hohen Erwartungen. So ganz ohne Bücher zu kaufen, komme ich eben auch nicht klar. Wie auch, wenn Lesen eben eine so schöne Beschäftigung ist und ich jedesmal denke, dass ein neues Buch mir eben auch für ein paar Stunden eine ganz neue Sicht, wunderbare Wörter und schöne Sätze schenken kann, meine Fantasie anspricht und mich zum Nachdenken anregt. Ein Buch ist eben doch wie ein Garten, den man in der Tasche trägt und ich trage gerne Gärten in Taschen (und wer weiß, von wem das Zitat ist, bekommt einen virtuellen Preis oder zumindest meine tiefste Anerkennung). Und Erde und Wurzeln und Wasser und Licht und alles was man für einen Garten so braucht (ich habe große Taschen). Trotzdem war die Aktion gut. Ich weiß zwar nicht, ob ich es jemals schaffen werde, einen SUB unter fünfzig zu erreichen oder unter achtzig, aber ich weiß jetzt, dass in meinem Regal noch eine ganze Menge tolle Entdeckungen auf mich warten. Denn irgendwie sind die vielen Romane da ja hingekommen, irgendetwas muss mich ja schon einmal angesprochen haben, sonst wären sie nicht bei mir. Ich freue mich jetzt darauf, meinen SUB wieder neu zu entdecken, ich bin aber auch nicht gestresst davon, wenn hier und da ein schönes Buch wieder bei mir einzieht. Sonst hätte ich heute am Welttag des Buches auch sicherlich nicht bei den unterschiedlichsten Verlosungen mitgemacht. ;) Zu Ostern habe ich mir auch direkt Rumo von Walter Moers gekauft. Als Geschenk für mich selbst und als Belohnung dafür, dass ich doch verhältnismäßig gut durchgehalten habe. Was die Aktion bewirkt hat – dieser Büchergier ist weg und ich fühle mich nicht mehr so, als bräuchte ich noch Roman xyz und zwar sofort. Und irgendwann in den nächsten Wochen kaufe ich mir die dritte Staffel Game of Thrones. Aber das kann auch noch etwas warten. :)