Leserückblick August

An August Midnight by Thomas Hardy

I

A shaded lamp and a waving blind,

And the beat of a clock from a distant floor:

On this scene enter—winged, horned, and spined—

A longlegs, a moth, and a dumbledore;

While ‚mid my page there idly stands

A sleepy fly, that rubs its hands…

II

Thus meet we five, in this still place,

At this point of time, at this point in space. —

My guests besmear my new-penned line,

Or bang at the lamp and fall supine.

„God’s humblest, they!“ I muse. Yet why?

They know Earth-secrets that know not I.

Im August habe ich 9 Bücher gelesen, davon waren fünf von meinem SUB und vier aus der Bücherei. Am wenigsten überzeugen konnte mich Charles Bukowski mit „Kaputt in Hollywood“, aber nun gut, ich werde mich noch einmal versuchen, diesem Autoren zu nähern, mal sehen, was er noch zu bieten hat. Am besten gefallen hat mir diesen Monat Haruki Murakamis Gefährliche Geliebte (Murakami eben), Zsuzsa Banks Die hellen Tage und Alice Sebolds Roman In meinem Himmel. Letztere habe ich auch rezensiert und zwar hier   und hier. Mit der Rory-Gilmore-Lesechallenge bin ich diesen Monat auch ein Buch weitergekommen (In meinem Himmel) und liege momentan bei 44 von 330. Ja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. ;) Außerdem habe ich mich mit „Project Short Film“ beschäftigt und freue mich immer wieder, neue Kurzfilme zu entdecken. Neue Bücher habe ich natürlich auch gekauft – aber hey, lasst uns doch nicht mit diesem Thema anfangen… :)

Alles außer Bücher …

das erste Mal: Trauzeugin gewesen und es war so toll <3 | gefeiert: die allerschönste Hochzeit | gesehen: auf der ZDF-Mediathek Breaking Pointe, so toll – ich will die zweite Staffel!| angefangen: mit einem wunderbaren Praktikum | gelernt: so viel in den ersten Tagen | gefühlt: von Stress bis Euphorie bis Glück, es war alles dabei | gedacht: so verkehrt bin ich hier nicht | geschmeckt: Erdäpfel in ihren schönsten Variationen; diese super leckeren Heidelbeer-Pudding-Törtchen von einer Stadtbäckerei-Kette hier im Norden, die es bei mir zuhause nicht gibt | entdeckt: diese wunderschöne Stadt; neue Lieblingsorte | gewundert: darüber, dass Mediziner_innen irgendwie doch viele Ekelthemen am Start haben (was man halt so alles sieht im OP,uähhhhh) | gefreut: darüber, dass sich zwei wunderbare Menschen getraut haben; darüber, dass schon zwei Mal Besuch aus der Heimat hier war <3 |getroffen: eine Freundin, die hier ihre Tanzausbildung macht| gefreut (im Job): über Komplimente bezüglich meines „wunderbar hintergründigen“ Humors; über Künstler_innen, die sich von mir gut betreut fühlen; darüber Debütromane lesen zu dürfen|vermisst: den Liebsten; das Training (ich brauche irgendetwas zum runterkommen abends) |gerockt: die Museumsnacht | was liegengeblieben ist: zu viel Uni-Krempel. Es kann nur besser werden! :)

A shaded lamp and a waving blind, And the beat of a clock from a distant floor: On this scene enter—winged, horned, and spined— A longlegs, a moth, and a dumbledore; While ‚mid my page there idly stands A sleepy fly, that rubs its hands… II Thus meet we five, in this still place, At this point of time, at this point in space. —My guests besmear my new-penned line, Or bang at the lamp and fall supine. „God’s humblest, they!“ I muse. Yet why? They know Earth-secrets that know not I. – See more at: http://www.poets.org/viewmedia.php/prmMID/23085#sthash.ZmovLGKF.dpuf

86 Leserückblick Juni

Gelesene Bücher: 13 (mit insgesamt 4889 Seiten)

Gelesene Bücher für die Rory – Gilmore – Leseliste: 2

1. Kurt Vonnegut JR. – Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug | 2. Azar Nafisi – Lolita lesen in Teheran

Rezensionen: 2

1. Haruki Murakami – Kafka am Strand |   2. Robert Menasse – Sinnliche Gewissheit

Beendete Reihe: Die Tribute von Panem (zwar mit viel Verspätung, aber ich bin ganz zufrieden)

Würde ich nicht noch mal lesen: Elisabeth Redfern – Die Schwester der Engel

Es lag bei mir auf dem SuB, also bin ich froh, dass der Bücherberg etwas geschrumpft ist, aber richtig gefallen hat es mir nicht. Dabei liegt es nicht an der Geschichte, die hat einen gut aufgebauten Spannungsbogen, aber die Figuren und das Genre liegen mir eher nicht und gerade die Figuren wirkten auf mich zu eindimensional und zu vorhersagbar in ihren Handlungen. Das Buch ist ins öffentliche Bücherregal gewandert und findet von dort hoffentlich schnell in die Hände eines glücklichen Finders.

Monatsliebling: Haruki Murakami – Kafka am Strand (und dann ganz lange erstmal nichts ;) )

SuB-Abbau? Vom SuB habe ich sechs Bücher gelesen, dafür aber auch 5 neu eingekauft. ;)

(Fast) Alles außer Bücher im Juni:

geschafft: den Auftritt im Theater (überraschend in der ersten Reihe – wuhaa!) | gefeiert: unsere Referatsgruppe und unsere tolle Zusammenarbeit – eine fantastische Auszugsparty – eine Abschiedsparty| ekstatisch verehrt: Arno Schmidt| geliebt: Zeit im Zoo mit dem Liebsten| wiederentdeckt: Skittles (echt, die Dinger sind toll!)| gehört: Alexi Murdoch, Angus & Julia Stone|gesehen: Vielleicht lieber morgen – Game of Thrones – Revenge | vorgenommen: weniger Bücher zu kaufen, dafür mehr zu lesen und vielleicht auch zu rezensieren | geärgert: über bescheuerte Fragen über „meine Zukunft“ von einer besorgten, mir allerdings gänzlich unbekannten, Person auf einer ansonsten tollen Party – über Seminare in den Erziehungswissenschaften – über meine viel zu hohe Büchereirechnung| gewartet: auf die Antwort einer tollen Praktikumsstelle (die allerdings noch nicht eingetroffen ist)|gewundert: darüber, wie das Leben manchmal so spielt| gefühlt: Reiselust

http://www.munich-citylife.de

82 Ho Hey – The Lumineers: Zwischenstand

Wow! Es ist gerade einmal Juni. Ich habe in diesem Jahr schon 60 Bücher gelesen, wenn es so weitergeht, hätte ich tatsächlich eine realistische Chance meinen SUB abzubauen. Ich habe das Gefühl, seitdem ich an der Rory-Gilmore-Challenge teilnehme und seitdem ich über Bücher blogge, kaufe ich auch immer mehr Bücher. Das ist schon auffällig. Besonders weil ich mich frage, was ich vorher die ganze Zeit getan habe – in meiner Lesezeit jetzt. Andererseits ist es auch etwas erschreckend, denn ich will ja auch nicht so enden wie Arno Schmidt, mit 7000 Büchern in Bargfeld. Dieses Referat war so ein opus magnum, es war der Wahnsinn. Aber es hat so Spaß gemacht und die Gruppe war toll und ich möchte genau so! weiter studieren. Ich hoffe, das geht und es gibt noch mehr dieser tollen Gruppenarbeiten. Um mich herum haben alle Masterarbeitsstress und Referendariatsterror. Und ich sitze hier und feiere Arno und mich selbst und meine Bücher. Jetzt muss ich nur noch den Auftritt heute abend (im Wortsinn) über die Bühne bringen und dann werde ich mich ein wenig entspannen und nur noch die Hausarbeit des letzten Semesters fertig schreiben, bevor die vorlesungsfreie Zeit anfängt. Yeah! :)

 

80 The Broken Circle – Review

Elise und Didier. Zwei, die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben. Er spielt Banjo in einer Bluegrassband  und manchmal redet er zu viel,  sie hat ein Tatoostudio und hört gerne zu – zwei Menschen haben sich gefunden. Elise versteht Didiers Sehnsucht nach Amerika, nach der Idee von Freiheit und Unendlichkeit. Und Didier liebt Elise. Als sie schwanger wird, ist die Überraschung zwar groß, aber sie beschließen zusammenzuhalten. Ihre Liebe ist perfekt, ihr kleines Mädchen Maybelle wird geboren und es scheint immer nur aufwärts zu gehen. Alles scheint wunderbar zu sein – doch dann wird Maybelle krank, ernsthaft krank. Der Film erzählt in Rückblenden vom ersten Kennenlernen bis zur Geburt von Maybelle und bleibt gleichzeitig doch in der schmerzhaften Gegenwart der Protagonisten. Ich habe mich gefragt, ob die beiden wohl etwas geändert hätten, wenn sie gewusst hätten, was passiert – wahrscheinlich nicht. Die Folkmusik der gemeinsamen Band ist dabei so berührend und erinnert ein ganz wenig an Mumford and Sons. Dieser Film ist so traurig, so unendlich traurig. Gänsehautgefühl und Taschentuchalarm. Aber gut. Auf in die Kinos und ansehen! Und vielleicht danach noch ein bisschen zusammensitzen und über den Film sprechen um nicht so ergriffen/angegriffen alleine durch die Welt zu laufen. So haben wir das gemacht und das war ziemlich gut. :)

79 Leserückblick Mai

Gelesen: 13 Bücher und 2 Erzählungen (mit insgesamt 4017 Seiten)

Gelesene Bücher für die Rory-Gilmore-Lesechallenge: 2

1. Sylvia Plath – Die Glasglocke / 2. Kate Chopin – Das Erwachen

Rezensiert:

1. Marina Lewycka – Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

2. Mohsin Hamid – Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

3. David Mitchell – Der dreizehnte Monat

Monatslieblinge:Åsa Linderborg: Ich gehöre keinem (wunderschön!!!)

Chopin-das erwachenascheundphönixplath_glasglockeStamm- Agnestributevonpanemspiele19727147_19727147_xllinderborg_ichgehörekeinem

Das Buch von Linderborg muss ich unbedingt noch haben. Es ist so schön und unbedingt zu empfehlen!

2013-06-03 21.45.16

 Alles außer Bücher:

für die Seele: ein paar Tage bei einer Freundin verbringen und auf einmal ist alles leichter/für’s Ohr: Awolnation – Sail /für’s Hirn: Arno Schmidt, du abgefahrener Freak! /das erste Mal: ein neues Tanztraining ausprobiert und für gut befunden – obwohl mir mein alter Trainer fehlt/entdeckt: den Zoo in Gelsenkirchen und ein neues Lieblingstier/gesehen: den wunderbaren Film The Broken Circle – ansehen, Taschentücher bereithalten- losweinen!/gefeiert: acht Jahre wir <3

64 „Come on, let’s be psychos together“ (The Perks of Being a Wallflower)

Buch vs. Film?

Manche Bücher sind einfach besonders. Hätte ich The Perks of Being a Wallflower“ (deutsch: Vielleicht lieber morgen) von Stephen Chbosky mit vierzehn gelesen, wäre es mein Lieblingsbuch geworden. Und jetzt ist es einfach nur ein Buch, das mir so sehr gefällt, dass es für immer einen Platz in meinem Buchregal (und meinem Herzen ;) )hat und das ich Silvester für die Rory-Gilmore-Lesechallenge gelesen haben. Es handelt sich um eine Coming-Of-Age-Geschichte in Briefform, 1999 von MTV publiziert, in der es um den Jungen Charlie und das letzte Jahr in der HighSchool geht. Charlie ist zunächst sehr isoliert, sein bester Freund hat sich umgebracht, aber durch die Freundschaft zu Sam und ihrem Stiefbruder Patrick wandelt sich der zurückhaltende Junge. Statt ständig allein als Mauerblümchen in der Ecke zu sitzen, fängt er an auf Partys zu gehen, tritt bei der Rocky-Horror-Picture-Show auf, verliebt sich, beginnt zu schreiben und seine Gedichte auch vorzutragen und sich klarer über sich selbst zu werden. Im Laufe der Handlung werden dabei die verschiedensten Themen aufgegriffen, zum Teil nur gestreift, zum Teil ausführlich in die Handlung miteinbezogen: u.a. Freundschaft, Gewalt in der Schule und zuhause, Suizid, die Suche nach sich selbst, Drogenkonsum, Homosexualität, erste Liebe, Traumata. Das ergibt im Buch ein unglaubliches dichtes Geflecht von Beziehungen, Erfahrungen, Erlebnissen – ein Buch für die Seele.

Der Film hat mir sehr gefallen!!  Auch wenn er meiner Meinung nach, nicht an den Roman herankommt. Im Roman sind noch so viele Nebenstränge wichtig, so viele kleinere Dinge, die Charlie in seiner Umgebung beobachtet. So viele Nebencharaktere wären im Film sicherlich zu viel gewesen – aber sie haben mir gefehlt. Die Geschichte wirkt im Film nicht so mehrdimensional – wenn auch mit schönen Bildern und einem hammergeilen (!) Soundtrack unterlegt. Der Cast ist super. Emma Watson spielt Sam und ich dachte nicht einen Moment an Hermine. Persönlich hätte ich mehr Szenen mit Nina Dobrev gewünscht (ich weiß, Serienjunkie und so). Sie spielt die Schwester von Charlie und im Buch wird ihr sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Zudem wird im Buch sehr viel klarer, warum Charlie an seinen BlackOuts und Panikattacken leidet und weshalb er psychisch angegriffen ist. Dabei wird es allerdings nie überdramatisch oder kitschig. Natürlich kennt der Leser nur Charlies Perspektive, das macht das Buch aber auch so besonders, denn Charlie macht sich viele Gedanken um die Menschen in seiner Umgebung. Hinzu kommen viele literarische und popkulturelle Anspielungen. So hat Charlie, der ein großes Interesse für Literatur hat und hat eine wöchentliche Essayaufgabe von seinem Lehrer bekommen, in der er sich zum Beispiel mit To kill a Mockingbird, The Great Gatsby oder Walden (im Gegensatz zu Charlie habe ich das Buch aufgegeben, was ein schlauer Fünfzehnjähriger ;)) auseinandersetzt. Ein bisschen erinnerte mich das an Dead Poets Society, mein absolutes Lieblingsbuch als ich noch jünger war. Auch Charlie liest diesen Roman, aber anders als Todd oder Neil muss er nicht gegen ein zu strenges Elternhaus rebellieren. Seine Familie unterstützt ihn, wo sie nur kann – und kann ihn trotzdem nicht vor allem beschützen. Während Todd, Neil und ihre Freunde durch die Wälder tanzen, um das Mark des Lebens auszusaugen, sind Charlie, Sam und Patrick einfach unendlich. Und das ist wunderwunderschön und ergreifend zu lesen (los, kauf das Buch!), lohnt sich aber auch anzuschauen (Gänsehaut-Film). :)

Stephen Chbosky: The Perks of Being a Wallflower. MTV Books (2012)
ISBN-10: 1451696191  ISBN-13: 978-1451696196