Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Hey, wait!

Kaum zu glauben, aber eines meiner Lieblingslieder wird heute 30 Jahre alt und ist damit schon sehr erwachsen, aber arbeitet nach einem Studium wahrscheinlich prekär oder gerade nicht mehr und fühlt sich immer noch nicht schlauer als mit 17. Aber das muss ja auch gar nicht sein.

Give me Leonard Cohen afterworld // So I can sigh eternally.

Am 10. September 1991 wurde Smells like Teen Spirit veröffentlicht, Teen Spirit war eine bekannte Deomarke von Palmolive, aber das soll Kurt nach eigenen Angaben gar nicht gewusst haben.

I found it hard, it’s hard to find // Oh well, whatever, nevermind

Ich habe hier noch einen kleinen Stapel ungelesener Nirvana-Bücher liegen und plane seit Jahren schon ein Projekt, das mit diesen Büchern zu tun hat. Vielleicht schaffe ich es ja auch irgendwann meinen Plan umzusetzen.

Seit einem Schuljahr habe ich eine Vollzeitstelle als Lehrerin und da ist manchmal nicht so viel Zeit zum Lesen, wie ich mir das wünschen würde. Mich gibt es aber noch und kurze Texte mit schönen Bildern findet ihr auch auf Instagram.

Nirvana – Das Projekt

Gestern wäre Kurt Cobain 50 Jahre alt geworden. Ich stellte also IN UTERO und NEVERMIND auf Repeat und dachte ein bisschen über den Sänger von Nirvana nach. Und ich plane ein Projekt, das mit meiner Lieblingsband zu tun hat, aber dazu später mehr.

Kurt Cobain begegnete mir das erste Mal auf einer CD, die ich bei meinem Papa im Regal fand. IN UTERO sah echt gruselig aus und hörte sich fantastisch an. Noch nie in meinem Leben hatte ich so eine Musik gehört. Kurz danach gab es ein Special über Nirvana auf MTV, zu einer Zeit – damals- , als man für gute Musikvideos noch kein Geld bezahlen musste. Jetzt fühle ich mich sehr alt.

24 Stunden Nirvana, Musikvideos, Specials, alte Interviews und das legendäre MTV Unplugged. Mein 13-jähriges Ich entwickelte einen ziemlichen Crush für den schmächtigen blonden Sänger, der sich in seinen Liedern sprichwörtlich seine Seele aus dem Leib kotzte. Ich verstand die Lyrics nicht immer, aber ich war schon sehr verliebt. In eine Rocklegende, die zu dem Zeitpunkt schon mehrere Jahre tot war. Ich begann die Alben von Nirvana zu sammeln, Zeitungsausschnitte aufzuheben und Poster von Kurt in meinem Zimmer aufzuhängen.

kurt-cobain

(Einige Jahre vorher hing da noch die Kelly Family – ok, Internet, ich weiß, es braucht immer einen Mutigen, der/die die Wahrheit ausspricht. Ich hab’s hingeschrieben, wie ihr seht verlief meine musikalische Sozialisation  wild, ereignisreich und relativ eklektisch.)

Da jedes Jahr dieselben Specials auf MTV wiederholt wurden und jede von mir gefeierte Zeitschrift von Bravo bis Popcorn (Kennt die noch jemand? Gibt’s die noch?) das Material der vorherigen Specials recycelte, wuchs mein Sammelordner relativ schnell. Ich kaufte mir eine Band-Biographie. Später sah ich mir einen Film von Gus van Sant an, den ich nicht verstand (Last Days, 2005). Außerdem las ich alles über Courtney Love. Und von Verschwörungstheorien zu Kurts Tod. Und dem Club 27. Ich wusste, dass der Titel des am meisten gespielten Songs von Nirvana Smells like Teen Spirit der Legende nach, durch ein schnödes Deo inspiriert wurde (Stichwort: Bikini Kill) und dass Kurt und Courtney ihre Tochter Francis „Bean“ nannten, weil sie fanden, dass Francis auf dem Ultraschallbild so klein „wie eine Bohne“ aussah.„Nirvana – Das Projekt“ weiterlesen