33 Gesagt

„Mitbürger, wenn wir unsere Künstler nicht unterstützen, dann opfern wir die Phantasie unseres Landes auf dem Altar der Alltäglichkeit, und am Ende werden wir an nichts mehr glauben können und keiner unserer Träume wird mehr etwas wert sein.“

(Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger, Vorwort.)

32 Lesestatistik September

Septembermorgen von Eduard Mörike

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Im September habe ich 9 Bücher gelesen. Das überrascht mich selbst, liegt aber nicht an schnellerer Lesefähigkeit, sondern an meinem täglichen Weg zum Praktikum, der aus einer insgesamt 90 minütigen Fahrt bestand. Am nachhaltigsten beeindruckt hat mich das Buch von Kristensen Ein Nachmittag im Herbst, weil sie so eindringlich beschreibt, wie es ist, plötzlich einen Menschen zu verlieren. Ein leises Buch, das nachwirkt. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive am spannendsten, war für mich Tauben im Gras. Mir gefielen die verschiedenen Erzählperspektiven, die gekonnten Übergänge und die wirklich guten mythologischen Anspielungen (vielleicht muss ich doch noch Tod in Rom lesen). Die Schüler waren auch sehr – begeistert. ;) Am wenigsten gefallen hat mir Jugend ohne Gott, da der Titel so viel mehr verspricht, als er für mich halten konnte. Noch schlechter war nur die Story mit dem Axolotl. Immerhin habe ich es gelesen und kann jetzt begründet sagen, dass das Buch sehr angestrengt cool wirkt (außerdem ist es doch eh zum Teil abgeschrieben). Obwohl mir die Idee mit diesem Lurch, der nicht erwachsen wird, gefällt.

29 Ray LaMontagne – Jolene

Heute habe ich diesen wunderbaren „Pudding“ ausprobiert, er ist so wunderbar und so zitronig und soooo lecker. Und wenn man ihn isst, hat man einen (ganz kurzen) Moment das Gefühl von „Urlaub für die Seele“ auf der Zunge.

Schlaft schön.

22 Gesagt

Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.

Hermann Hesse – Siddartha

                                                                                                                                                                      gefunden hier