Fakt & Fiktion – Nach einer wahren Geschichte

Wenn ihr bisher noch keinen Roman von Delphine de Vigan gelesen habt, solltet ihr das schnellstmöglich ändern. Nach einer wahren Geschichte ist ein fantastisches Meisterwerk, poetische Reflexion und geniale Spielerei. Das funktioniert besonders gut, wenn man den Vorgängerroman Das Lächeln meiner Mutter kennt.

Das erste Buch, das ich von der französischen Schriftstellerin gelesen habe, war No & ich. Es geht um das Leben auf der Straße, um Freundschaft. Es ist eine schön erzählte, sehr berührende Geschichte, die letztlich auch de Vigan zum Durchbruch als Schriftstellerin verholfen hat. Ihr Nachfolgewerk war für mich sehr überraschend. Ein Buch zu dem ich keine Rezension geschrieben habe, weil ich es einfach für mich behalten wollte. Kennt ihr diese Romane, die ihr nur für euch lest und die ihr gar nicht besprechen oder beschreiben wollt? Das Lächeln meiner Mutter ist eine autobiographische Auseinandersetzung, die nicht leicht zu lesen ist. Delphine de Vigan spürt dem Leben ihrer Mutter nach, erkundet die Gründe für ihren Suizid und beginnt ihre Verwandten über das Leben ihrer Mutter zu befragen. Dabei macht sie auch vor eigenen schmerzhaften Erinnerungen nicht halt. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Und nicht nur mich. Wochenlang stand es auf Platz 1 der französischenBestsellerliste.

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